Akupunktur

Indikationen in der Orthopädie:

  • Kreuzschmerzen
  • Knie-Arthrose
  • Halswirbelsäulensyndrome
  • Tennis-und Golferellenbogen
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Hüftschmerzen und Hüftarthrose
  • Kniescheibenschmerzsyndrome
  • Achillodynie
  • Kopfschmerzen und Migräne

Die traditionelle Akupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin, einem umfassenden System von Untersuchung, Diagnose und Behandlung, entstand in China vor mindestens 5000 Jahren. Sie ist eine Heilkunst und eine Wissenschaft, die lehrt, wie der ganze Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele zu verstehen ist, wie man das Zustandekommen von Gesundheit und Krankheit erkennt, und wie man im Einzelfall die verloren gegangene Gesundheit wiederherstellt. Das Konzept beruht auf dem harmonischen und ausgeglichenen Fluss der Lebenskraft, des Qi. Wenn die Lebenskraft nicht frei fließen kann, entstehen Disharmonie und Unausgeglichenheit und das bedeutet Krankheit. Anfangs betrachtete man die traditionelle Akupunktur als vorbeugende Heilkunde zur Ausbildung und Erhaltung der Gesundheit.

Ich habe meine Akupunktur-Ausbildung 1992 während meines Medizinstudiums bei Dr. Hecker in Kiel begonnen. Hinzu kamen viele Kurse in Hamburg, München und Berlin. Vertieft habe ich meine Kenntnisse an der staatlichen Akademie für Akupunktur in Peking in China. Ich therapiere seit Jahren mit Akupunktur im niedergelassenen Bereich. Außerdem führte ich in der Fachklinik für Orthopädie Stenum bei Bremen Akupunktur in hoher Fallzahl vornehmlich bei Kreuzschmerzen durch und konnte hierdurch viel Erfahrung sammeln.

Physikalische Grundlagen und biologische Wirkung

Einige Wirkmechanismen sind mittlerweile bewiesen durch eine intensive wissenschaftliche Grundlagenforschung seit mehr als 30 Jahren: Es fand sich ein niedrigerer Hautwiderstand auf Akupunkturpunkten.Die Reizung von Akupunkturpunkten führte zu einer neuronalen Reaktion mit Hemmung der Schmerzfasern im Hinterhorn des Rückenmarks. Es konnte eine Schmerzhemmung im Bereich des Hypothalamus durch Akupunkturreiz mit Ausschüttung von ACTH und Endorphinen nachgewiesen werden. Die größte Studie, die GERAC (German Acupuncture Trials) Studie, die von 2000 bis 2006 durchgeführt wurde, konnte bestätigen, dass die Akupunktur bei chronischen Rücken- und Knieschmerzen der westlichen Standardtherapie sehr deutlich überlegen ist. Auch bei Migräne war die Akupunktur der medikamentösen Therapie überlegen. Die Akupunktur wirkt natürlich auch bei anderen Erkrankungen. Durch viele andere Studien wurde die Wirksamkeit bei Schulterschmerzen, Allergien, Kopfschmerz etc. bewiesen.

Nebenwirkungen und Anwendung

Die Methode ist nebenwirkungsarm. Selten wird leichte Müdigkeit und Unruhe beschrieben. Außerdem kann es zu einer Erstverschlechterung kommen, die sich aber über mehrere Sitzungen verbessert. Grundsätzlich besteht eine geringe Infektionsgefahr. Je nach Stadium der Erkrankung (chronisch oder akut) plane ich 2–5 Sitzungen pro Woche ein. Die gesetzliche Krankenkasse bewilligt 10 Sitzungen. In begründeten Ausnahmefällen werden bis zu 15 Anwendungen genehmigt.

Kosten
Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse für chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule und die Kniearthrose. Die Therapie wird bei anderen Erkrankungen nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. In der Regel übernehmen die Privatkassen die Kosten der Behandlung.

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